Home - Impressum

 

home

Home

inhalt

Inhalt

Channeling
fragen

Fragen

gaestebuch

Gästebuch

kontakt
Kontakt
 
 

Erkennt der inkarnierte Jünger bewusst seine Mission?

Ich muss hier eine wichtige Tatsache klären. Die Jünger, die von den verschiedenen Verbindungen ausgesandt werden, wissen bei ihrer Ankunft auf Erden nichts von ihrer hohen Mission, und sie kennen auch kaum die Art der Aufgabe, mit der sie subjektiv betraut wurden. Bei einigen Jüngern im Eingeweihten-Rang, die in der Welt eine hervorragende Position einnehmen werden, kann es der Fall sein, dass sie schon in ihrer ersten Jugend von ihrer Mission (wenn ich es so nennen darf) überzeugt sind und so von Anfang an sich auf ihre Lebensaufgabe einstellen. Aber die Mehrzahl der Jünger reagiert nicht so.

Sie kommen in Inkarnation mit bestimmten Begabungen und Talenten, mit fest verankerten Ideen und unwiderruflichen Idealen, und sie besitzen ein Gehirn, das auf ein gut entwickeltes Denkvermögen reagieren kann. Aufgrund ihrer natürlichen Bestrebungen und Neigungen finden sie ihren Weg in jenen menschlichen Wirkungsbereich, in dem sie bestimmungsgemäß arbeiten und (gemäß der hierarchischen Absicht) gewisse grundlegende Veränderungen herbeiführen sollen. Diese hierarchische Absicht ist ihnen meistens unbekannt.

Die Arbeit, die sie leisten sollen, wird ihnen zwingend notwendig und als etwas erscheinen, was sie unter allen Umständen tun müssen. Sie werden ihren Weg in die Politik, in das Lehr- und Bildungswesen und in die Wissenschaft finden; sie werden im humanitären Bereich, im Wohlfahrts- und Fürsorgewesen oder in der Finanzwirtschaft arbeiten, einfach ihren natürlichen Neigungen folgend, und nicht etwa deshalb, um den Instruktionen eines Meisters «Folge zu leisten». Sie werden in ihren Bestrebungen Erfolg haben, weil die Macht der Hierarchie hinter ihnen steht, die viel für sie tun kann. Das innere Ashram kann die äußere Arbeit der Jünger z.B. dadurch unterstützen, dass sie Türen öffnet, Bemühungen verstärkt, Kontakte arrangiert und sonstige Erleichterungen verschafft; das alles geschieht indes ohne irgendeinen Beweis für den inneren Antrieb.

Das Erkennen des inneren Antriebs oder Strebens hängt davon ab, welchen Status der Jünger im Ashram hat. Wenn der Jünger sehr fortgeschritten ist, mag er sich vielleicht seiner hohen Mission bewusst werden und zur Erkenntnis kommen, dass er sie nicht aus eigenem Antrieb und Enthusiasmus erfüllt, sondern um ein ashramisches Vorhaben durchzuführen. Das sind jedoch Ausnahmefälle, besonders in den Anfangsstadien. Diese Mitarbeiter der Hierarchie werden um sich kleinere Jünger scharen, die nach den gleichen Grundsätzen arbeiten, weil sie die gleichen Ziele verfolgen, nicht etwa deshalb, weil sie gleichartige Instruktionen festgestellt haben; und das ist etwas ganz anderes. In dem einen Fall (wenn der Jünger sehr fortgeschritten ist) wird das Wissen um die Mission dadurch entwickelt, dass mit dem Ashram immer wieder genaue Pläne ausgearbeitet und mit dem Meister oder seinen ältesten Mitarbeitern beraten werden. In den meisten Fällen reagiert der Jünger auf Impressionen und lässt sich bei seiner Arbeit von ihnen leiten, hat aber nicht die geringste Ahnung, woher die Impressionen kommen; er hält sie für die treibenden Kräfte des eigenen Denkens, die seine geplanten Aktivitäten steuern und seine Lebensaufgabe verwirklichen. Das ist sein wirksamer Dienst.

Ein typischer Wesenszug aller dieser Jünger ist ihre große Menschenliebe und die Entschlossenheit, für das Wohl der Menschheit einzutreten und zu arbeiten. Ein interessanter Unterschied wird später in Erscheinung treten und die Methoden des neuen Zeitalters (im Gegensatz zu den alten und den jetzigen Methoden) bestimmend beeinflussen. Jünger und Aspiranten werden ihre Arbeit nicht bloß auf humanitäre Dienste und soziale Fürsorge beschränken. Es wird ein Motiv bleiben, aber kein Betätigungsfeld; sie werden ihre Zeit und Mühe nicht ausschließlich darauf verwenden, menschliche Not und Armut zu lindern. Sie werden alle Bereiche des menschlichen Lebens - Politik, Finanzwesen, Wissenschaft und auch Religion - als ihre unmittelbare und öffentliche Aufgabe betrachten, aber ihr Beweggrund wird nicht in erster Linie geschäftlicher Erfolg und persönlicher Ehrgeiz, sondern das Bestreben sein, diese den allgemeinen Anstrengungen unterzuordnen; sie wollen der gesamten Menschheit helfen - und auf lange Sicht.

Dieser immer mehr sich ausbreitende humanitäre Geist wird einmal all den Bewegungen zugrunde liegen, die auf eine weltweite Sozialisierung in den verschiedenen Nationen hinarbeiten. Diese Bewegung ist charakteristisch für die Neuorientierung des menschlichen Denkens, und darin besteht ihr großer Wert. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie unbedingt für eine neue Regierungsmethode eintritt, denn diese Phase ihrer Entwicklung ist zeitlich begrenzt; sie ist aber von grundsätzlicher Bedeutung für die neue Weltordnung, die sich aus den jetzigen Experimenten menschlichen Denkens und Strebens entwickeln wird.

Das sind die Faktoren, die das Denken und Streben jener Jünger bestimmen, die von der Hierarchie beauftragt sind, die nötigen Änderungen herbeizuführen und die neuen Wege und Ziele aufzuzeigen; irgendeine Anerkennung von Meistern und deren Aufträgen oder eines ashramischen Hintergrundes spielt also keine Rolle.

Solchen Jüngern steht es während ihrer Inkarnation frei, dort zu dienen und sich mit ganzem Herzen für eine Sache einzusetzen, wohin ihr Schicksal und ihre Neigungen sie scheinbar geführt haben. Es mag ihnen gar nicht zu Bewusstsein kommen, dass sie (wie man heute sagt) ein geistiges Ziel erstreben; sie wissen nur, dass sie ihre Mitmenschen lieben. Diese Liebe wird alle ihre Aktivitäten und Bestrebungen richtunggebend beeinflussen.

Vom Standpunkt der Meister aus können sie erreicht, beeindruckt und gelenkt werden, und genauso geschieht es auch. Die Jünger hingegen denken und meinen, dass sie einfach fleißige und tatkräftige Leute seien und richtig denken können; sie setzen sich für ihre erwählte Lebensaufgabe voll und ganz ein und beweisen ihre Fähigkeit, auf einem speziellen Gebiet besondere Leistungen zu vollbringen. Sie können andere Menschen, die in ähnlicher Weise tätig sind, beeinflussen und lenken; sie können in dem Bereich menschlicher Bestrebungen, um den sie sich kümmern, deutlich erkennbare Änderungen herbeiführen und auf diese Weise die zugrunde liegenden Prinzipien auf ein höheres Niveau bringen. Das ist direktes und unverfälschtes hierarchisches Wirken; es beeinflusst grundsätzlich und ganz allgemein das Bewusstsein der Menschheit.

Diesen Jüngern mag vielleicht bewusst sein, dass ihr Mühen und Denken Teil einer vorwärts strebenden Entwicklung ist; insofern sind sie sich ihrer Mission bewusst. Aber das Wertvolle an dieser Erkenntnis ist, dass sie dadurch bewusst mit vielen anderen in Verbindung kommen, die sich von ähnlichen Motiven leiten lassen und ein ähnliches Zukunftsbild erschauen. Allerdings darf man nicht die Tatsache übersehen, dass alle diese Jünger ausgeprägte Vertreter eines bestimmten Strahls und integrierte Persönlichkeiten (im höchsten Sinne) sind. Sie wirken auf Erden als Persönlichkeiten hohen Grades, getrieben von der Kraft ihrer Überzeugungen, die auf ashramische Einwirkung hin - aus der Seele kommen; aber davon wissen sie in ihrem physischen Gehirn nichts, und sie kümmern sich auch nicht darum. Dass ihr Dienst so wirksam und erfolgreich ist, beruht zum Teil auch darauf, dass sie sich nicht mit Seelenkontakt und theoretischem Dienst befassen. Sie konzentrieren sich ganz auf die Arbeit, die getan werden muss, ihre Herzen fühlen mit den Mitmenschen, und ihre Köpfe beschäftigen sich eifrig mit neuen Methoden und praktischen Möglichkeiten, um das ganze Niveau ihres erwählten Wirkungsbereiches zu heben. Eben darum sind sie so erfolgreich.

Diejenigen Jünger, die sich intensiv mit persönlichem Seelenkontakt befassen und bewusst an diesem Problem arbeiten, die sich eifrig und zielbewusst einem bestimmten Dienst widmen und die ganz von der Empfindung durchdrungen sind, dass Ashram und Meister Tatsachen sind, diese Jünger werden nicht aufgerufen werden, diese Vorbereitungsarbeiten für den Advent der Hierarchie zu leisten. Fortgeschrittene und im Ashram fest eingebürgerte Jünger, die an den Meister so gewöhnt sind, dass er nicht mehr im Mittelpunkt ihres Denkens steht, können damit betraut werden, nach richtigen Grundsätzen in der Welt zu arbeiten und die Vorbereitungsarbeiten zu leisten. Sie können durch einen Anruf oder Impuls der Seele nicht mehr von der vorliegenden Aufgabe abgelenkt werden, und so können sie sich voll und ganz dem beabsichtigten Werk widmen.

Der Bewusstseinszustand der Jünger in dieser äußerst schwierigen, aber interessanten Periode, vor der die Menschheit steht, könnte wie folgt beschrieben werden:

Aufzählung 1. Der Jünger wird nicht durch irgendein Verlangen angetrieben, die Hierarchie nach außen in Erscheinung zu bringen oder darauf hinzuarbeiten, dass sein Ashram in der physischen Welt tätig werde. Vielleicht hat er von dem hierarchischen Vorhaben überhaupt keine Ahnung. Und wenn es ihm dennoch irgendwie bewusst wird, dann nur ganz am Rande. Das Wohl der Menschheit und eine gefestigte geistige Zukunft für die Menschheit das sind die großen Motive, von denen er sich leiten lässt.
Aufzählung 2. Die geistige Einstellung und Gesinnung des Jüngers ist ausgesprochen humanitär; er wirkt und arbeitet für die Eine Menschheit. Auch wenn er vielleicht ahnt oder innerlich empfindet, dass er mit der Hierarchie verbunden ist, so richtet sich sein Sinnen und Trachten nur auf das eine Ziel, durch Pflichterfüllung und Dienst die menschlichen Lebensbedingungen zu verbessern. Diese Geisteshaltung ähnelt der Denkweise der Meister, die den Sinn ihrer Tätigkeit nicht in hierarchischen Möglichkeiten, sondern darin sehen, die Absichten Shamballas zu befolgen und den großen Plan für alle Lebenseinheiten in den drei Welten zu verwirklichen.
Aufzählung 3. Die Intuition des Jüngers ist wach und aktiv; sein Denken ist ganz von den neuen Ideen und lebensvollen Vorstellungen erfüllt. Er weist fast automatisch reaktionäre und konservative Ansichten zurück und lebt, spricht und lehrt im Sinn der neuen rechten menschlichen Beziehungen - ohne Fanatismus und Schärfe.
Aufzählung 4. Der Jünger, der sich mit hierarchischen Plänen für die Zukunft befasst, hat keinerlei Vorurteile gegen echte psychische Fähigkeiten. Wenn er in seiner Umwelt negative Zustände und Denkformen antrifft, beklagt und verdrängt er sie; doch er fördert die Entfaltung aller höheren Sinneswahrnehmungen, die das menschliche Bewusstsein erweitern und dessen Inhalt bereichern.
Aufzählung 5. Er wird - entsprechend seinem hierarchischen Rang - in zunehmendem Masse zu einem Machtfaktor in der Welt werden. Sein Leben und Wirken im Ashram wird sich in dem Maße verstärken, wie sein Dienst in der Welt zunimmt. Das Bibelwort (oder vielmehr Gebot) «nach unten Wurzel zu fassen und nach oben Früchte zu tragen» hat für ihn eine tiefe okkulte Bedeutung.

Ich befasse mich hier nicht mit dem Wachstum eines Jüngers als Jünger oder mit seinem persönlichen Fortschritt auf dem Pfad; ich spreche vielmehr darüber, welche Art von Bewusstsein der Jünger haben muss, um die ihm gestellte Aufgabe bewältigen zu können. Solange er nicht die in diesem Abschnitt aufgezählten Anforderungen erfüllt, kann er auch nicht einer von denen sein, die in diesem Übergangsstadium zwischen dem alten und dem neuen Zeitalter Pionierarbeit leisten.

Die Verbreitung von Informationen vorbereitender Art

Zwei große Gruppen haben die Aufgabe, die Menschheit in der erforderlichen Weise zu informieren und aufzuklären. Es sind dies:

1. Jünger und überzeugte Aspiranten, die heute auf dem Gebiet der Lichtarbeit wirksam tätig sind.

2. Jene Jünger und Eingeweihten, die aus den drei Verbindungen kommen werden; ihre Aufgabe besteht hauptsächlich darin, als Vorhut der Hierarchie in der äußeren Welt zu erscheinen. Das wird vom Jahre 1975 an geschehen, falls die jetzt tätigen Jünger ihre Aufgabe in angemessener Weise erfüllen.

Es wurde bereits viel getan, um die Öffentlichkeit mit dem Begriff Hierarchie vertraut zu machen. Vieles geschah jedoch, wie ihr wisst, in einer solchen Weise, dass das ganze Thema in Verruf kam. Die Gruppen, die sich jetzt mit der Verbreitung okkulter Lehren befassen, würden gut daran tun, ihre Methoden zu ändern, falls sie trotz ihrer großen Unwissenheit und Liebe zum Spektakulären wirklichen Glauben und echte humanitäre Gesinnung haben. Auskünfte über die Hierarchie sollten nach folgenden Richtlinien gegeben werden:

Aufzählung 1. Es sollte die Evolution der Menschheit betont werden, insbesondere das Ziel: die Vervollkommnung, die Vollkommenheit. Das ist nicht die idealistische Vollendung des visionären Mystikers, sondern die Beherrschung des Instruments, des inkarnierten Menschen, durch die innewohnende und überschattende Seele. Die Konstitution des Menschen sollte in zunehmendem Masse gelehrt werden.
Aufzählung 2. Es sollte auf die Beziehung der Einzelseele zu allen Seelen hingewiesen werden und klargemacht werden, dass das lang erwartete Reich Gottes einfach aus Menschen besteht, die sich der Herrschaft der Seele unterworfen haben und auf Erden im Alltagsleben erscheinen; es sind Menschen in den verschiedensten Stadien seelischer Vorherrschaft.
Aufzählung 3. Aus der Anerkennung dieser Beziehung kann dann gefolgert werden, dass die geistige Hierarchie tatsächlich existiert, und dass diese Tatsache etwas ganz Normales ist; das sollte betont werden. Das Reich Gottes bestand und besteht ja schon immer, nur blieb es bisher unerkannt, weil bis jetzt nur verhältnismäßig wenige Menschen die Qualität dieses Reiches zum Ausdruck bringen.
Aufzählung 4. Wenn sich einmal diese Anerkenntnis allgemein durchgesetzt hat (und diese Idee wird dann im menschlichen Bewusstsein überall gegenwärtig sein), dann wird auch der gesunde Menschenverstand die Tatsache bezeugen, dass die großen Seelen, die ihr Ziel erreicht haben, wirklich anwesend sind; man wird die Manifestation ihrer göttlichen Natur als ganz normal ansehen, als allgemeingültiges Ziel und als Garantie dafür, dass alle Menschen einmal dieses Ziel erreichen können. Man wird auch die Grade dieser göttlichen Ausdrucksfähigkeit erkennen können, die vom Jünger auf dem Probepfad über Eingeweihte und Meister bis hinauf zu Christus reichen.
Aufzählung 5. Auf diese Weise wird die Vorstellung von der körperlichen Anwesenheit der Meister allmählich eingeprägt und allgemein als Tatsache angenommen werden. Es wird sich eine [589] neue Einstellung zu Christus entwickeln, die das Beste enthält, das uns die Vergangenheit gegeben hat, die aber die Menschen zu einer vernünftigeren und leichter annehmbaren Betrachtung des ganzen Problems bringen wird.
Aufzählung 6. Es wird einmal die Zeit kommen, dass man die Anwesenheit Christi auf Erden und sein Amt als Oberherr der Hierarchie und des Reiches Gottes als Tatsache anerkennen wird. Die Menschen werden auch zu der Erkenntnis kommen, dass die (jetzt noch revolutionäre) Behauptung, er hat zu keiner Zeit die Erde verlassen, wirklich wahr ist.
Aufzählung 7. Auch die Entfaltung des großen Planes wird immer stärker betont werden. Die Menschen werden zur Anerkennung dieses Planes dadurch kommen, dass sie die Evolution der menschlichen Familie und die historischen Vorgänge genau studieren, und dass sie vergleichende Untersuchungen anstellen über die alten und die modernen Zivilisationen und Kulturen. So wird die zugrunde liegende Absicht, die sich wie ein roter Faden durch die Jahrhunderte zieht, erkannt und verfolgt werden. Daraus erhellt sich, dass die geschichtliche Entwicklung ein einheitlicher und ordnungsgemäßer Prozess ist, der nicht nur Schritt um Schritt die göttlichen Qualitäten durch das Medium Menschheit zum Vorschein bringt, sondern gleichzeitig auch alle Weltphilosophien, das Zentralthema aller schöpferischen Kunst, die Symbolik der Architektur und die Ergebnisse der Wissenschaft in sich zusammenfasst.

Diese zentrale Tatsache der menschlichen Evolution - die ständige Zunahme göttlicher Kräfte und Fähigkeiten, die durch den Menschen allmählich offenbar werden, - wird mit den wunderlichen und phantastischen Schilderungen aufräumen, die von okkulten Bewegungen und von verschiedenen theosophischen und Rosenkreuz-Gesellschaften verbreitet wurden. Das Thema wird in einer annehmbaren und vernünftigen Weise dargestellt werden. Dadurch wird die ganze Entwicklung beschleunigt werden. Die Art und Weise, wie man bisher dieses Thema bekannt gemacht hat, war töricht und hat das beabsichtigte Werk stark verzögert. In Zukunft jedoch werden die Menschen sofort und dankbar das akzeptieren, was vernünftig ist, was in der Vergangenheit wurzelt und geschichtlich bewiesen werden kann, und was eine wirkliche und mögliche Hoffnung für die Zukunft darstellt.

Wahrscheinlich werden die orthodoxen Christen zunächst die aufgestellten Theorien über Christus zurückweisen; gleichzeitig aber wird es den gleichen orthodoxen Christen immer schwerer fallen, die intelligenten Bevölkerungsschichten auch weiterhin zu überreden, so, wie bisher eine unmögliche Gottheit und einen macht- und einflusslosen Christus anzuerkennen. Das intelligente Publikum wird einen Christus anerkennen, der gegenwärtig und lebensvolle Wirklichkeit ist; der seinen Jüngern und Getreuen bekannt ist; der ein starker und fähiger Führer, aber kein sanfter und sentimentaler Dulder ist; der uns niemals verlassen hat, sondern seit fast zweitausend Jahren durch seine Jünger durch inspirierte Männer und Frauen aller Religionen und Konfessionen wirksame Arbeit geleistet hat; der für Fanatismus und hysterische Schwärmerei nichts übrig hat, sondern alle Menschen beharrlich verständnisvoll und vertrauend liebt; der in allen menschlichen Wesen das Göttliche sieht; der die Methoden der (mentalen, emotionalen und physischen) Evolution des menschlichen Bewusstseins versteht, die Zivilisationen und Kulturen hervorbringt, die der jeweiligen Entwicklungsstufe entsprechen.

Die denkenden und gebildeten Menschen werden in der Welt die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Christus in körperlicher Erscheinung sich frei unter Menschen bewegen kann; er braucht dann nicht mehr (wie jetzt) zurückgezogen in Zentralasien zu bleiben. Wenn die Beziehung zwischen Buddha und Christus in der richtigen Weise dargestellt wird, können und werden denkende Menschen bereitwillig die Einheit aller Glaubensbekenntnisse anerkennen. Dann wird das Bild von einem Christus, der gegenüber allen anderen Gottessöhnen eine einzigartige Stellung beansprucht, in dem Wunder wahrer apostolischer Nachfolge verblassen. Diese wird dann so verstanden werden, dass viele Gottessöhne, auf verschiedenen Strahlen, aus verschiedenen Nationen und mit verschiedenen Missionen die Menschheit auf dem Pfad göttlicher Entfaltung geführt und dem Ursprung, Gott, näher gebracht haben.

Die Tatsache des immanenten (innewohnenden) Gottes wird zeitweilig die Aufmerksamkeit aller wahren geistigen Lehrer fesseln. Diese göttliche Immanenz, die durch Christus und andere göttliche Repräsentanten in vollendeter Weise zum Ausdruck kommt, wird eine Zeitlang die Lehre vom transzendenten (jenseitigen) Gott in den Hintergrund drängen. Diese große Wahrheit wurde bisher über Gebühr betont, und die näher liegende und für das praktische Leben bedeutsamere Wahrheit, dass Gott in jedem Menschen, in jeder Erscheinungsform und in jedem Naturreich wohnt, blieb gänzlich unbeachtet. Daraus entstand viel Unheil. Wenn später einmal die Wahrheit vom immanenten Christus, die durch den historischen Christus und durch seine großen Brüder seit langer Zeit in vollendeter Weise manifestiert wurde, angenommen und anerkannt ist, wird auch die Lehre vom transzendenten Gott, das jetzt noch von Shamballa gehütete Geheimnis, geoffenbart und betont werden. Die Menschheit wird dann die beiden Hälften eines vollkommenen Ganzen erkennen.

Der Schlüssel zur Hierarchie und zu ihrem körperlichen Erscheinen auf Erden, also auch zur Verwirklichung des Reiches Gottes unter den Menschen ist die einfache Wahrheit vom immanenten Gott. Sie ist der Schlüssel zum Evolutionsprozess und die immerwährende Hoffnung aller Formen in allen Naturreichen. Das ist die zentrale Wahrheit, die überzeugende und Lichtbringende Wahrheit, die allen Informationen über die Hierarchie zugrunde liegen wird; und diese Wahrheit wird von der kommenden Jünger-Generation verbreitet werden. Wenn diese Wahrheit tatsächlich bewiesen werden kann, dann ist damit auch die Tatsache der Hierarchie bewiesen und die Errichtung des immerwährenden Reiches Gottes auf Erden verbürgt

zurück    -    weiter

© sananda-net.de

Email 

letzte Änderung: 15. Juni 2011

 

Das Copyright für alle Bilder liegt beim Künstler - Danny Hahlbohm - Genehmigung zur Nutzung liegt uns vor. In anderen Fällen sh. bitte hier